Eines schönen wolkigen DONNERSTAGmorgens, nach einer geruhsamen Nacht bei unserer Gastschwester und einer ausgiebigen Joggingrunde in die Wetlands, machten wir uns auf den Weg zum Strand. Nach anderthalb Stunden per Bus und Bahn erreichten wir Glenelg im Osten von Adelaide. Zunächst schlenderten wir den Steg entlang, was sich aber schnell zu einer Jagd auf den "hochgiftigen" Stingray entwickelte. Leider versteckte der Fiesling sich unterm Steg.
Unser Stadtführer entschied sich dann für den North Beach, weshalb wir uns noch eine halbe Stunde mit dem Baden gedulden mussten. Der lange einsame Strand entschädigte aber für den Marsch entlang der Appartments und Yachten.
Vorallem weil plötzlich der erste Delfin auftauchte ... nach und nach sahen wir mehr Delfine, erst kam nochmal einer und nach einiger Zeit sprangen zwei an uns vorbei, die aber auch schnell wieder weg waren.
Wir genossen ausgiebig die Sonne, die pünktlich zu unserem Erscheinen die Wolken besiegt hatte. Etwas zu ausgiebig, wie wir zuhause feststellen mussten, obwohl wir uns vorschriftsgemäß eingecremt hatten ...
Auf dem Rückweg fanden wir noch einen Spielplatz für Erwachsene, auf den uns der Reiseführer zwang. Das rief zuerst einigen Unbill hervor, fand dann aber lauten Beifall aller mitreisenden Damen.
Die Mädels ließen den Nachmittag mit wohlverdienter Cold Rock Eiscreme ausklingen, während der Reiseführer die Art Galleries auscheckte. Abends gabs zu Hause in den Hügeln Dinner mit Giovannis Pizza (der heißeste Italiener in da village) und buntem Salat a la Karen (mit Avocado!) - damit feierten wir den Geburtstag unserer Gastschwägerin in spe ein wenig nach.
(AUSTRALIAN!) FOOTBALL AND INTERNATIONAL NIGHTLIFE
Am SAMSTAGmorgen hatten wir die Gelegenheit, ein paar echt-australische Football-Blokes aus der Nähe zu beschnuppern. An der alten Highschool unserer Gastgeschwister pfiff unser Gastbruder ein Testmatch. Die Mädels waren der Meinung, dass das weisse Dress ihm super stand, sonst sei's eher öde. Trotz allem bietet der Australische Football etwas mehr Action als der US-amerikanische.
Abends gings zum Geburtstagsessen mit der Gastschwägerin in spe und ihren Eltern. Zuvor zeigten uns unsere Gastgeber noch ihr altes Zuhause, das wirklich mitten in den Hügeln lag. Eine schöne Spritztour, vor allem weil an allen Ecken und Enden Obst angebaut wird (ein bisschen Wein natürlich auch). Sehr europäisch siehts da aus, aber auch sehr kurvig und ab vom Schuss.
Das Beste am Dinner in der City im "Coopers Ale" war defintiv das namensgebende Bier. Die Schnitzel waren so pervers groß, dass ein gewisser W. seinem Ruf als human vacuum cleaner einige Ehre machen musste. Immerhin: The pumpkin-pizza was pretty nice though. Und freundlicherweise konnte Mareike ihr "Chicken"-Schnitzel Maui (mit Salami belegt!) einpacken lassen ("Doggie Bag").
Ebenso "international" wie die Schnitzel und die drinnen gespielte Musik sind die Dresscodes für gewisse Etablissements. Die Träger kurzer Hosen konnte man an einer Hand abzählen (und der Autor dieser Zeilen gehörte, in geliehenen Schuhen, dazu), dabei passten bis zu 3000 Leute in den Schuppen.
Die Cocktails waren teuer, die Plastikgläser billig, die Aussie-Girls zu aufgebrezelt und zu kurz berockt aber zumindest ein DJ tauchte was.
SONNTAG
Am nächsten Morgen weckte uns gegen 12 das Brutzeln des Frühstücksspecks (in der wohl schwersten Friing Pan der Südhalbkugel) im Elternhaus des Geburtstagskinds. Wir lümmelten rum, sahen viele Bilder von den Putbacktouren der Familie, warfen ein paar Darts, schwupps gabs schon chicken and chips. Eiskalte Getränke natürlich sowieso. Nur vom selbstgebrauten Bier erfuhren wir erst, als wir auf dem Sprung waren. War also nicht unser letzter Besuch!
Nachmittags drehten wir dann noch eine Runde, vom Adelaide Port, wo es echte Harley-Davidson-Kerle zu bestaunen gab und einen riesigen garage sail (Flohmarkt), all the way down the beach.
Wir waren erstaunt, was für einen langen und schönen Strand Adelaide hat.
Dsa lockt auch den einen oder anderen (Hobby-)Fischer...
Zur Krönung gabs das erste Eis-Erlebnis in australien, das vom Preis-Leistungs-Verhältnis her für einen Durchschnittsdeutschen vertretbar war. Waffel in Schoko gedippt, allerlei Streusel und Sahne for free. Der Laden ist definitiv besser als seine Website!
PS: Eigentlich wären wir am Sonntag mit dem Zug in die westliche Millionenstadt Perth aufgebrochen, die Strecke war jedoch überflutet. Und der Ghan nach Darwin/alice Springs schon ausgebucht... Egal, Littlehampton ist auch schön!
2 comments:
Tolle Bilder und ein schöner Bericht, man kann sich das gut vorstellen, wie es euch dort ergeht. Viel Spass euch beiden Mama
Huhu da kann ich der Hanne nur recht geben ich vermisse euch
lg becky
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